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ArtenBlutpython

Blutpython

Python brongersmai

Schwer, breit und bodengebunden. Er braucht Fläche statt Höhe und reagiert empfindlich auf Hitze und stehende Luft.

Gruppe
Schlange
Einordnung
Fortgeschritten
Herkunft
Südostasien
Blutpython (Python brongersmai)
Foto: Rushenb, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Südostasien
Länder
Malaiische Halbinsel und Sumatra
Lebensraum
Sumpfige Tieflandwälder, Flussniederungen und Plantagen

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Breites, bodenorientiertes Terrarium. Grosse Tiere brauchen entsprechend mehr Fläche.
Temperatur
Warm 29–31 °C, kühl 24–26 °C; Überhitzung vermeiden.
Luftfeuchtigkeit
Etwa 60–80 % mit sehr guter Lüftung.
Licht
Tag-Nacht-Rhythmus, schwaches UVB sinnvoll.
Bodengrund
Tiefer, feuchtigkeitspuffernder Boden mit trockenen Liegezonen.
Einrichtung
Sehr grosse enge Verstecke und Sichtschutz.
Wasser
Stabile Wasserschale.
Fütterung
Aufgetaute Nager, sparsam und körperzustandsorientiert.
Verhalten
Bodenbewohnend, oft ruhig, aber deutlich und kraftvoll in Abwehr.
Umgang
Nur ruhig und kontrolliert.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung.
Gesundheit
Übergewicht, Atemwege, Hautfalten und Maul kontrollieren.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe: Der Blutpython stammt aus dem tropischen Südostasien. Eine kühlere, regenreichere Phase von sechs bis acht Wochen mit Nachtabsenkung auf 24–26 °C entspricht dem Monsunrhythmus und wird für die Zucht genutzt. Futterpausen kommen vor und sind bei stabilem Gewicht unbedenklich.
Sicherheit
Empfindlich gegen Hitze und schlechte Lüftung.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 43a (Kleine und mittelgrosse Pythons und Boas): Grundfläche 1 × 0,5 Körperlängen, Höhe 0,75 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 0,5 × 0,2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Gesamtlänge von der Schnauze bis zur Schwanzspitze. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

GesamtlängeMindestens
120 cm120 × 60 × 90 cm
150 cm150 × 75 × 113 cm
180 cm180 × 90 × 135 cm
210 cm210 × 105 × 158 cm
250 cm250 × 125 × 188 cm

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Blutpython in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.