ArtenBlauer Bambusgecko
Blauer Bambusgecko
Phelsuma klemmeri
Handtellergross, türkisblau mit gelbem Kopf und so schmal, dass er in Bambusrohre passt. Eine der wenigen Phelsuma-Arten, die sich in kleinen Gruppen halten lässt.
- Gruppe
- Gecko
- Einordnung
- Fortgeschritten
- Herkunft
- Madagaskar

Wo die Art herkommt
- Weltregion
- Madagaskar
- Länder
- Nordwestmadagaskar, sehr kleines Verbreitungsgebiet
- Lebensraum
- Bambusbestände in Küstennähe
Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.
Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.
Haltung im Überblick
Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.
- Terrarium
- Hohes, dicht bepflanztes Terrarium mit Bambusrohren.
- Temperatur
- Sonnenplatz 30 °C, Umgebung 25–28 °C, nachts 20 °C.
- Luftfeuchtigkeit
- 70–80 %, täglich sprühen.
- Licht
- UV-B nötig, zwölf Stunden.
- Bodengrund
- Kokoshumus mit Moos.
- Einrichtung
- Bambusrohre unterschiedlicher Weite als Wohn- und Schlafplatz: für diese Art zwingend, nicht dekorativ.
- Wasser
- Tropfen an Blättern.
- Fütterung
- Kleine Insekten mehrmals wöchentlich, dazu Fruchtbrei.
- Verhalten
- Tagaktiv, flink, weniger streitlustig als andere Phelsuma.
- Umgang
- Nicht anfassen.
- Vergesellschaftung
- Paare und kleine Gruppen sind möglich, sofern genügend Bambusrohre vorhanden sind.
- Gesundheit
- Empfindlich gegen Austrocknung wegen der geringen Grösse.
- Jahresverlauf
- Keine Winterruhe: Der Blaue Bambusgecko lebt in einem kleinen Waldgebiet im Nordwesten Madagaskars mit gleichmässigem Klima. Eine leicht trockenere Phase von sechs Wochen mit Nachtabsenkung auf 20–22 °C genügt; stärkere Absenkung verträgt die Art schlecht.
- Sicherheit
- Keine Bewilligung nötig. CITES-geschützt; das natürliche Verbreitungsgebiet ist sehr klein: Nur Nachzuchten kaufen.
Rechtslage in der Schweiz
Keine Bewilligung vorgesehen
Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen
Kein Sachkundenachweis vorgesehen
Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt
Artenschutz beachten
CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen
Mindestmasse für das Gehege
Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 32 (Tagaktive Geckos): Grundfläche 6 × 6 Körperlängen, Höhe 8 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 2 × 2 Körperlängen.
Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Kopf-Rumpf-Länge, also ohne Schwanz. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.
| Kopf-Rumpf-Länge | Mindestens |
|---|---|
| 4 cm | 24 × 24 × 32 cm |
| 5 cm | 30 × 30 × 40 cm |
Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).
Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.
Was das Gehege bieten muss
Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.
Unterlagen
Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.
Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage
