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ArtenGoldstaub-Taggecko

Goldstaub-Taggecko

Phelsuma laticauda

Der zugänglichste der Taggeckos: leuchtend grün mit goldenem Rückenstaub, tagaktiv und in einem bepflanzten Becken ständig zu sehen. Anfassen lässt er sich trotzdem nicht: Seine Haut reisst bei Griff ein.

Gruppe
Gecko
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Madagaskar
Goldstaub-Taggecko (Phelsuma laticauda)
Foto: Charles J. Sharp, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Madagaskar
Länder
Nordmadagaskar und Komoren (Mayotte), eingeschleppt auf Hawaii
Lebensraum
Bananenstauden, Palmen und Hauswände in Küstennähe

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Höhe vor Fläche, dicht bepflanzt.
Temperatur
Sonnenplatz 32 °C, Umgebung 26–28 °C, nachts 20–22 °C.
Luftfeuchtigkeit
60–80 %, morgens sprühen, tagsüber abtrocknen.
Licht
Starkes UV-B: Tagaktive Geckos brauchen es zwingend. Zwölf Stunden.
Bodengrund
Kokoshumus mit Moos.
Einrichtung
Senkrechte Bambusrohre und Korkröhren, grossblättrige Pflanzen. Bambus ist Schlafplatz und Eiablagestelle zugleich.
Wasser
Tropfen von Blättern; zusätzlich eine kleine Schale.
Fütterung
Insekten zwei- bis dreimal wöchentlich, dazu Fruchtbrei und Nektar. Kalk immer verfügbar halten.
Verhalten
Tagaktiv, sehr beweglich, verteidigt sein Revier entschieden.
Umgang
Nicht anfassen. Die Haut reisst bei Griff ein und heilt narbig ab.
Vergesellschaftung
Ein Paar. Zwei Männchen kämpfen bis zur Verletzung, auch Weibchen untereinander.
Gesundheit
Kalkmangel bei Weibchen durch häufige Eiablage: Kalkschale dauerhaft anbieten.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe: Madagaskar und Komoren. Von Mai bis September eine trockenere Phase von acht bis zehn Wochen mit Nachtabsenkung auf 18–20 °C und kürzerer Beleuchtung. Diese Pause ist bei Taggeckos wichtig, weil die Weibchen sonst durchgehend Eier legen und ihre Kalkreserven aufbrauchen.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig. Alle Phelsuma-Arten stehen unter CITES-Schutz.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 32 (Tagaktive Geckos): Grundfläche 6 × 6 Körperlängen, Höhe 8 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 2 × 2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Kopf-Rumpf-Länge, also ohne Schwanz. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

Kopf-Rumpf-LängeMindestens
4 cm24 × 24 × 32 cm
5 cm30 × 30 × 40 cm
6 cm36 × 36 × 48 cm

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Goldstaub-Taggecko in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.