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ArtenMadagaskar-Hundskopfboa

Madagaskar-Hundskopfboa

Sanzinia madagascariensis

Eine baumbewohnende Boa aus Madagaskar. Neben der Haltung sind hier vor allem Artenschutz- und Herkunftspapiere entscheidend.

Gruppe
Schlange
Einordnung
Experte
Herkunft
Madagaskar
Madagaskar-Hundskopfboa (Sanzinia madagascariensis)
Foto: Marius CONJEAUD, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Madagaskar
Länder
Östliches und nordwestliches Madagaskar
Lebensraum
Feuchte Wälder, Waldränder und Ufergehölze

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Hohes, geräumiges Terrarium mit stabilen Ästen.
Temperatur
Wärmeplatz 29–31 °C, kühl 23–25 °C.
Luftfeuchtigkeit
Etwa 60–80 %, mit guter Luftbewegung.
Licht
Helles Tageslicht und UVB sinnvoll.
Bodengrund
Feuchtigkeitspuffernde Erde-/Rindenmischung.
Einrichtung
Stabile horizontale Äste, Kork, Pflanzen, Verstecke.
Wasser
Frisches Wasser; leichte Sprühzyklen.
Fütterung
Aufgetaute Nager/Vögel.
Verhalten
Baumbewohnend und nachtaktiv.
Umgang
Selten und vorsichtig handhaben.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung.
Gesundheit
Atmung, Dehydrierung, Haut und Greifschwanz.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe: Madagaskar kennt Regen- und Trockenzeit statt Winter. Eine trockenere, leicht kühlere Phase von sechs bis acht Wochen mit Nachtabsenkung auf 20–22 °C entspricht dem Herkunftsklima und leitet die Paarungszeit ein.
Sicherheit
Artenschutz- und Herkunftsdokumente prüfen.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang I: Der strengste Schutzstatus. Kommerzieller internationaler Handel mit Wildfängen ist untersagt; zulässig sind ausschliesslich registrierte Nachzuchten mit lückenlosen Papieren

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 43a (Kleine und mittelgrosse Pythons und Boas): Grundfläche 1 × 0,5 Körperlängen, Höhe 0,75 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 0,5 × 0,2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Gesamtlänge von der Schnauze bis zur Schwanzspitze. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

GesamtlängeMindestens
120 cm120 × 60 × 90 cm
150 cm150 × 75 × 113 cm
180 cm180 × 90 × 135 cm
210 cm210 × 105 × 158 cm

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

CITES-Papiere sind bei Anhang I zwingend und lückenlos aufzubewahren. Ohne sie ist weder Kauf noch Weitergabe zulässig. Herkunft vor dem Kauf prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Madagaskar-Hundskopfboa in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.