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ArtenRoter Tomatenfrosch

Roter Tomatenfrosch

Dyscophus antongilii

Die Weibchen werden tomatenrot und 8,5 bis 10,5 cm gross, die Männchen bleiben mit 6 bis 6,5 cm deutlich kleiner. Bei Gefahr bläht sich der Frosch auf und sondert ein klebriges Hautsekret ab, das Haut und Schleimhäute reizt.

Gruppe
Amphibie
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Madagaskar

Wo die Art herkommt

Weltregion
Madagaskar
Länder
Ostküste Madagaskars, von der Bucht von Antongil bis südlich von Toamasina
Lebensraum
Tropischer Regenwald vom Meeresspiegel bis etwa 600 m

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Empfehlung für zwei Tiere: mindestens 10 × 5 Körperlängen Grundfläche und 4 Körperlängen Höhe, bei Weibchen von 10,5 cm also 105 × 53 × 42 cm. Jedes weitere Tier 2 × 2 Körperlängen dazu. Das sind die Masse der TSchV für bodenbewohnende tropische Frösche (Anhang 2 Tabelle 6 Ziffer 2a); Tomatenfrösche nennt die Verordnung dort nicht. Fläche vor Höhe.
Temperatur
22–26 °C, nachts 20 °C.
Luftfeuchtigkeit
70–80 %, Bodengrund feucht.
Licht
Schwach; nachtaktiv.
Bodengrund
Tiefe, feuchte Walderde zum Eingraben.
Einrichtung
Laub, Korkstücke, Pflanzen, flaches Wasserbecken.
Wasser
Flaches Becken, täglich frisch, enthärtet.
Fütterung
Zwei- bis dreimal wöchentlich Insekten; erwachsene Tiere sparsam.
Verhalten
Dämmerungs- und nachtaktiv, gräbt sich tagsüber ein.
Umgang
Nicht anfassen. Das Hautsekret klebt und reizt.
Vergesellschaftung
Gruppen gleich grosser Tiere.
Gesundheit
Verfettung bei zu häufiger Fütterung.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe: Madagaskar. Eine Trockenzeit von acht bis zehn Wochen bei 20–22 °C mit stark reduzierter Beregnung, danach eine kräftige Regenperiode — das ist der Auslöser für die Fortpflanzung. In der Trockenzeit graben sich die Tiere ein und fressen wenig.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig, aber ein Herkunftsnachweis (Art. 10 BGCITES). Nicht mit dem Tomatenfrosch Dyscophus guineti verwechseln, der auch Südlicher oder Falscher Tomatenfrosch heisst; manche Quellen nennen umgekehrt diese Art Tomatenfrosch. Auf den wissenschaftlichen Namen achten.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II seit dem 2. Januar 2017. Bis dahin stand die Art in Anhang I; die Vertragsstaatenkonferenz (CoP17, 2016) hat sie zurückgestuft. Wer ein Tier hält, braucht Dokumente zu Herkunft und rechtmässigem Erwerb und gibt sie bei der Abgabe mit (Art. 10 BGCITES). Beim Kauf den Herkunftsnachweis verlangen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 6 der Tierschutzverordnung, die Tabelle für Amphibien, führt diese Art nicht auf. Die Tabelle ist nach Familien gegliedert und nennt darunter Gruppen, meist mit bestimmten Gattungen oder Arten, bei einigen Ziffern nur als Beispiele. Weder diese Art noch ihre Gattung steht dort; eine Zahl gibt die Tabelle für sie nicht vor.

Dann gilt die allgemeine Regel in Anhang 2 (Buchstabe K): Das Gehege muss so gross sein, dass alles, was die Art braucht (Verstecke, Wärmeplatz, Kletteräste), sinnvoll angeordnet werden kann. Als Massstab nennt die Verordnung Fachgutachten auf wissenschaftlicher Grundlage. Eine verbindliche Zahl gibt es deshalb nicht. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt.

Offen formuliert ist Ziffer 2a, «Bodenbewohnende Frösche aus tropischen und subtropischen Klimazonen», mit Ceratophrys und Hypsiboas nur als Beispielen. Sie steht aber unter der Überschrift «Laubfrösche (Hylidae), Riedfrösche (Hyperoliidae), Hornfrösche (Ceratophrydae) und Ruderfrösche (Rhacophoridae)». Tomatenfrösche gehören zu den Engmaulfröschen (Microhylidae), die in der Tabelle nicht vorkommen. Nach dem Wortlaut erfasst Ziffer 2a sie deshalb nicht. Als Empfehlung, nicht als Vorschrift, nennt der Steckbrief oben trotzdem mindestens die Masse von Ziffer 2a.

Was das Gehege bieten muss

Feuchter, tiefer Bodengrund zum Eingraben, enthärtetes Wasser, Versteck. Amphibienhaut nimmt Stoffe direkt auf.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Roter Tomatenfrosch in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.