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ArtenSchmuckhornfrosch

Schmuckhornfrosch

Ceratophrys ornata

Ein Frosch, der fast nur aus Maul besteht und sich eingegraben auf Beute lauert. Er bewegt sich kaum: Was ihn pflegeleicht macht und zugleich dazu verleitet, ihn zu überfüttern.

Gruppe
Amphibie
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Südamerika
Schmuckhornfrosch (Ceratophrys ornata) auf Moos
Foto: Flickr.com user "avmaier", Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Südamerika
Länder
Argentinien, Uruguay und Südbrasilien
Lebensraum
Feuchte Grasländer der Pampa

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Für ein Tier nach TSchV mindestens 10 × 5 Körperlängen Grundfläche und 4 Körperlängen Höhe, bei 12 cm also 120 × 60 × 48 cm. Grosse Weibchen brauchen mehr. Fläche vor Höhe.
Temperatur
24–28 °C tagsüber, nachts 20–22 °C.
Luftfeuchtigkeit
70–80 %, Bodengrund dauerhaft feucht.
Licht
Schwaches Licht genügt, UV-B nicht nötig.
Bodengrund
Tiefer, feuchter Bodengrund aus Erde und Moos zum Eingraben.
Einrichtung
Karg: Moos, ein flaches Wasserbecken, wenige Pflanzen.
Wasser
Flaches Becken, in das der Frosch bequem hineinpasst; täglich frisch. Amphibienhaut nimmt alles auf, was im Wasser ist.
Fütterung
Erwachsene alle sieben bis zehn Tage. Insekten und gelegentlich eine Maus. Häufiger führt binnen Monaten zur Verfettung.
Verhalten
Sitzt eingegraben und wartet. Schnappt heftig zu, auch nach Fingern.
Umgang
Nicht anfassen. Wenn nötig, mit angefeuchteten Händen oder Kescher: Handwärme und Seifenreste schädigen die Haut.
Vergesellschaftung
Einzeln, ausnahmslos. Artgenossen werden gefressen.
Gesundheit
Verfettung und Bauchwassersucht bei zu häufiger Fütterung.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe im europäischen Sinn, aber eine echte Ruhephase: In der Trockenzeit gräbt sich der Schmuckhornfrosch ein und umgibt sich mit einer Hautkapsel. Nachgestellt wird das über sechs bis acht Wochen mit trockenerem Substrat bei 20–24 °C. In dieser Zeit wird nicht gefüttert; das Tier zehrt von seinen Reserven.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig. Kein Kontakt mit Reinigungsmitteln.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 6 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 2a (Bodenbewohnende Frösche aus tropischen und subtropischen Klimazonen): Grundfläche 10 × 5 Körperlängen, Höhe 4 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 2 × 2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Gesamtlänge des Tieres, von der Schnauze bis zum Körperende. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

GesamtlängeMindestens
8 cm80 × 40 × 32 cm
10 cm100 × 50 × 40 cm
12 cm120 × 60 × 48 cm
14 cm140 × 70 × 56 cm
16 cm160 × 80 × 64 cm

Bei den Amphibien ist die Höhe ein Durchschnitt: Das Gehege darf an einzelnen Stellen höher oder niedriger sein.

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre (Anmerkung a zu Tabelle 6).

Für diese Gruppe verlangt die Tabelle ausserdem lockeren, grabfähigen Bodengrund im Gehege, damit sich die Tiere zur Trockenruhe zurückziehen können (besondere Anforderung 8). Die Trockenruhe findet also im Gehege statt, nicht in einem kleineren Behälter.

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» rechnen diese Untergrenze für ausgewachsene Tiere vor; sie nennen das Minimum, nicht das Ideal.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Schmuckhornfrosch in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.