ArtenChile-Rosa Vogelspinne
Chile-Rosa Vogelspinne
Grammostola rosea
Die ruhigste der häufig gehaltenen Vogelspinnen und deshalb die klassische erste Art. Sie kommt trocken und ohne Technik aus, frisst aber monatelang nichts, ohne dass etwas fehlt.
- Gruppe
- Spinne
- Einordnung
- Einsteiger
- Herkunft
- Südamerika

Wo die Art herkommt
- Weltregion
- Südamerika
- Länder
- Chile, angrenzendes Argentinien und Bolivien
- Lebensraum
- Trockene Halbwüsten und Buschland am Rand der Atacama
Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.
Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.
Haltung im Überblick
Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.
- Terrarium
- Bodenbewohner. 30 × 30 × 30 cm genügen für ein ausgewachsenes Tier; entscheidend ist Fläche, nicht Höhe.
- Temperatur
- 20–26 °C, Zimmertemperatur reicht meist aus. Nachts darf es kühler werden.
- Luftfeuchtigkeit
- 50–60 %, also trocken. Staunässe ist die häufigste Todesursache bei dieser Art.
- Licht
- Keine Beleuchtung nötig; Tageslicht im Raum genügt. Direkte Sonne vermeiden.
- Bodengrund
- 8–10 cm trockenes Substrat aus Kokoshumus oder Erde-Sand-Gemisch, leicht angedrückt.
- Einrichtung
- Eine Korkröhre oder Rindenstück als Versteck, ein flacher Ast. Karg ist richtig.
- Wasser
- Flache Wasserschale, immer gefüllt. Nicht sprühen.
- Fütterung
- Alle ein bis zwei Wochen eine Schabe oder Grille von etwa halber Körperlänge. Fresspausen von mehreren Monaten sind bei dieser Art normal.
- Verhalten
- Ruhig und wenig fluchtbereit. Bei Störung werden Brennhaare abgestreift statt gebissen.
- Umgang
- Nicht auf die Hand nehmen. Ein Sturz aus geringer Höhe kann den Hinterleib aufreissen und tödlich enden.
- Vergesellschaftung
- Einzelhaltung. Artgenossen werden gefressen.
- Gesundheit
- Häutung dauert bei erwachsenen Tieren Tage; in dieser Zeit nicht füttern und nicht stören.
- Jahresverlauf
- Sechs bis zehn Wochen kühlere, trockenere Phase bei 18–20 °C entsprechen dem Winter in Chile. Längere Fresspausen sind bei dieser Art auch ausserhalb davon normal und können Monate dauern — solange das Abdomen nicht einfällt, ist das kein Grund zur Sorge.
- Sicherheit
- Brennhaare reizen Haut und Augen: Nach Arbeiten am Terrarium Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen.
Rechtslage in der Schweiz
Keine Bewilligung vorgesehen
Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen
Kein Sachkundenachweis vorgesehen
Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt
Artenschutz beachten
CITES Anhang II seit dem 5. März 2026. Die Schweiz hatte zuerst einen Vorbehalt angebracht und ihn per 1. Mai 2026 zurückgezogen; seither gilt die Listung auch hier. Wer ein Tier hält, braucht Dokumente zu Herkunft und rechtmässigem Erwerb und gibt sie bei der Abgabe mit (Art. 10 BGCITES). Für Tiere, die schon vorher gekauft wurden, den Kaufbeleg aufbewahren
Mindestmasse für das Gehege
Für diese Tiere gilt die Tierschutzverordnung nicht: Sie regelt nach Art. 1 den Umgang mit Wirbeltieren, Kopffüssern und Panzerkrebsen. Mindestmasse gibt es deshalb keine. Unterkunft, Klima und Rückzug sollten trotzdem zu den Bedürfnissen der Art passen. Ob kantonale Vorschriften gelten, etwa für Gifttiere, beantwortet das kantonale Veterinäramt.
Was das Gehege bieten muss
Ausbruchsicherer Verschluss, für die Art passende Feuchtigkeit, Rückzug und Wasser. Spinnen werden einzeln gehalten; die meisten Arten fressen Artgenossen.
Unterlagen
CITES-Papiere und Kaufbeleg mit wissenschaftlichem Namen aufbewahren. Bei Anhang II sind sie für Einfuhr und Weitergabe nötig. Für Gifttiere können kantonale Vorschriften gelten; vor dem Kauf beim kantonalen Veterinäramt abklären.
Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage
