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ArtenChile-Rosa Vogelspinne

Chile-Rosa Vogelspinne

Grammostola rosea

Die ruhigste der häufig gehaltenen Vogelspinnen und deshalb die klassische erste Art. Sie kommt trocken und ohne Technik aus, frisst aber monatelang nichts, ohne dass etwas fehlt.

Gruppe
Spinne
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Südamerika
Chile-Rosa Vogelspinne (Grammostola rosea) auf Stein im Terrarium
Foto: Syrio, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Südamerika
Länder
Chile, angrenzendes Argentinien und Bolivien
Lebensraum
Trockene Halbwüsten und Buschland am Rand der Atacama

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Bodenbewohner. 30 × 30 × 30 cm genügen für ein ausgewachsenes Tier; entscheidend ist Fläche, nicht Höhe.
Temperatur
20–26 °C, Zimmertemperatur reicht meist aus. Nachts darf es kühler werden.
Luftfeuchtigkeit
50–60 %, also trocken. Staunässe ist die häufigste Todesursache bei dieser Art.
Licht
Keine Beleuchtung nötig; Tageslicht im Raum genügt. Direkte Sonne vermeiden.
Bodengrund
8–10 cm trockenes Substrat aus Kokoshumus oder Erde-Sand-Gemisch, leicht angedrückt.
Einrichtung
Eine Korkröhre oder Rindenstück als Versteck, ein flacher Ast. Karg ist richtig.
Wasser
Flache Wasserschale, immer gefüllt. Nicht sprühen.
Fütterung
Alle ein bis zwei Wochen eine Schabe oder Grille von etwa halber Körperlänge. Fresspausen von mehreren Monaten sind bei dieser Art normal.
Verhalten
Ruhig und wenig fluchtbereit. Bei Störung werden Brennhaare abgestreift statt gebissen.
Umgang
Nicht auf die Hand nehmen. Ein Sturz aus geringer Höhe kann den Hinterleib aufreissen und tödlich enden.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung. Artgenossen werden gefressen.
Gesundheit
Häutung dauert bei erwachsenen Tieren Tage; in dieser Zeit nicht füttern und nicht stören.
Jahresverlauf
Sechs bis zehn Wochen kühlere, trockenere Phase bei 18–20 °C entsprechen dem Winter in Chile. Längere Fresspausen sind bei dieser Art auch ausserhalb davon normal und können Monate dauern — solange das Abdomen nicht einfällt, ist das kein Grund zur Sorge.
Sicherheit
Brennhaare reizen Haut und Augen: Nach Arbeiten am Terrarium Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II seit dem 5. März 2026. Die Schweiz hatte zuerst einen Vorbehalt angebracht und ihn per 1. Mai 2026 zurückgezogen; seither gilt die Listung auch hier. Wer ein Tier hält, braucht Dokumente zu Herkunft und rechtmässigem Erwerb und gibt sie bei der Abgabe mit (Art. 10 BGCITES). Für Tiere, die schon vorher gekauft wurden, den Kaufbeleg aufbewahren

Mindestmasse für das Gehege

Für diese Tiere gilt die Tierschutzverordnung nicht: Sie regelt nach Art. 1 den Umgang mit Wirbeltieren, Kopffüssern und Panzerkrebsen. Mindestmasse gibt es deshalb keine. Unterkunft, Klima und Rückzug sollten trotzdem zu den Bedürfnissen der Art passen. Ob kantonale Vorschriften gelten, etwa für Gifttiere, beantwortet das kantonale Veterinäramt.

Was das Gehege bieten muss

Ausbruchsicherer Verschluss, für die Art passende Feuchtigkeit, Rückzug und Wasser. Spinnen werden einzeln gehalten; die meisten Arten fressen Artgenossen.

Unterlagen

CITES-Papiere und Kaufbeleg mit wissenschaftlichem Namen aufbewahren. Bei Anhang II sind sie für Einfuhr und Weitergabe nötig. Für Gifttiere können kantonale Vorschriften gelten; vor dem Kauf beim kantonalen Veterinäramt abklären.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Chile-Rosa Vogelspinne in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.