ArtenRotknie-Vogelspinne
Rotknie-Vogelspinne
Brachypelma smithi
Die Spinne aus den Filmen: schwarz mit orangeroten Knien, ruhig und sehr langlebig. Weibchen werden über zwanzig Jahre alt: Eine Anschaffung auf lange Sicht. Beim Kauf lohnt der Blick auf den wissenschaftlichen Namen: 2017 wurde die Art aufgeteilt, und ein grosser Teil der als smithi gehandelten Tiere ist in Wahrheit Brachypelma hamorii. Für Haltung und Schutzstatus macht das keinen Unterschied, für die Zucht schon.
- Gruppe
- Spinne
- Einordnung
- Einsteiger
- Herkunft
- Mittelamerika

Wo die Art herkommt
- Weltregion
- Mittelamerika
- Länder
- Pazifikküste Mexikos, Bundesstaat Guerrero
- Lebensraum
- Trockene Dornbuschsavanne, selbst gegrabene Wohnröhren an Hängen
Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.
Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.
Haltung im Überblick
Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.
- Terrarium
- Bodenbewohner. 30 × 30 × 30 cm für ausgewachsene Tiere, mit Grabmöglichkeit.
- Temperatur
- 24–28 °C tagsüber, nachts etwas kühler.
- Luftfeuchtigkeit
- 60–70 %. Eine Ecke feucht halten, der Rest bleibt trocken.
- Licht
- Keine Beleuchtung nötig.
- Bodengrund
- 10 cm Kokoshumus oder Erdgemisch, tief genug zum Graben.
- Einrichtung
- Korkröhre als Höhle, flache Steine. Die Spinne baut sich ihren Bau selbst.
- Wasser
- Flache Wasserschale, immer gefüllt.
- Fütterung
- Alle ein bis zwei Wochen. Jungtiere häufiger, ausgewachsene Weibchen sparsam.
- Verhalten
- Gelassen, aber nicht zahm. Bei Störung erst Fluchtversuch, dann Brennhaare.
- Umgang
- Nicht auf die Hand nehmen: Sturzgefahr.
- Vergesellschaftung
- Einzelhaltung.
- Gesundheit
- Vor der Häutung frisst die Spinne wochenlang nicht und liegt auf dem Rücken. Das ist normal, kein Notfall.
- Jahresverlauf
- Sechs bis acht Wochen kühlere, trockenere Phase bei 20–22 °C entsprechen der Trockenzeit an der mexikanischen Pazifikküste. Danach wieder normale Temperatur und leichte Befeuchtung einer Ecke. Längere Fresspausen sind bei Vogelspinnen normal, besonders vor einer Häutung.
- Sicherheit
- Brennhaare, kein gefährliches Gift. Die Art steht unter CITES-Schutz.
Rechtslage in der Schweiz
Keine Bewilligung vorgesehen
Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen
Kein Sachkundenachweis vorgesehen
Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt
Artenschutz beachten
CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen
Mindestmasse für das Gehege
Für diese Tiere gilt die Tierschutzverordnung nicht: Sie regelt nach Art. 1 den Umgang mit Wirbeltieren, Kopffüssern und Panzerkrebsen. Mindestmasse gibt es deshalb keine. Unterkunft, Klima und Rückzug sollten trotzdem zu den Bedürfnissen der Art passen. Ob kantonale Vorschriften gelten, etwa für Gifttiere, beantwortet das kantonale Veterinäramt.
Was das Gehege bieten muss
Ausbruchsicherer Verschluss, für die Art passende Feuchtigkeit, Rückzug und Wasser. Spinnen werden einzeln gehalten; die meisten Arten fressen Artgenossen.
Unterlagen
CITES-Papiere und Kaufbeleg mit wissenschaftlichem Namen aufbewahren. Bei Anhang II sind sie für Einfuhr und Weitergabe nötig. Für Gifttiere können kantonale Vorschriften gelten; vor dem Kauf beim kantonalen Veterinäramt abklären.
Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage
