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ArtenRotknie-Vogelspinne

Rotknie-Vogelspinne

Brachypelma smithi

Die Spinne aus den Filmen: schwarz mit orangeroten Knien, ruhig und sehr langlebig. Weibchen werden über zwanzig Jahre alt: Eine Anschaffung auf lange Sicht. Beim Kauf lohnt der Blick auf den wissenschaftlichen Namen: 2017 wurde die Art aufgeteilt, und ein grosser Teil der als smithi gehandelten Tiere ist in Wahrheit Brachypelma hamorii. Für Haltung und Schutzstatus macht das keinen Unterschied, für die Zucht schon.

Gruppe
Spinne
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Mittelamerika
Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithi) mit orangeroten Beingelenken auf Sand
Foto: George Chernilevsky, Wikimedia Commons, Public domain

Wo die Art herkommt

Weltregion
Mittelamerika
Länder
Pazifikküste Mexikos, Bundesstaat Guerrero
Lebensraum
Trockene Dornbuschsavanne, selbst gegrabene Wohnröhren an Hängen

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Bodenbewohner. 30 × 30 × 30 cm für ausgewachsene Tiere, mit Grabmöglichkeit.
Temperatur
24–28 °C tagsüber, nachts etwas kühler.
Luftfeuchtigkeit
60–70 %. Eine Ecke feucht halten, der Rest bleibt trocken.
Licht
Keine Beleuchtung nötig.
Bodengrund
10 cm Kokoshumus oder Erdgemisch, tief genug zum Graben.
Einrichtung
Korkröhre als Höhle, flache Steine. Die Spinne baut sich ihren Bau selbst.
Wasser
Flache Wasserschale, immer gefüllt.
Fütterung
Alle ein bis zwei Wochen. Jungtiere häufiger, ausgewachsene Weibchen sparsam.
Verhalten
Gelassen, aber nicht zahm. Bei Störung erst Fluchtversuch, dann Brennhaare.
Umgang
Nicht auf die Hand nehmen: Sturzgefahr.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung.
Gesundheit
Vor der Häutung frisst die Spinne wochenlang nicht und liegt auf dem Rücken. Das ist normal, kein Notfall.
Jahresverlauf
Sechs bis acht Wochen kühlere, trockenere Phase bei 20–22 °C entsprechen der Trockenzeit an der mexikanischen Pazifikküste. Danach wieder normale Temperatur und leichte Befeuchtung einer Ecke. Längere Fresspausen sind bei Vogelspinnen normal, besonders vor einer Häutung.
Sicherheit
Brennhaare, kein gefährliches Gift. Die Art steht unter CITES-Schutz.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen

Mindestmasse für das Gehege

Für diese Tiere gilt die Tierschutzverordnung nicht: Sie regelt nach Art. 1 den Umgang mit Wirbeltieren, Kopffüssern und Panzerkrebsen. Mindestmasse gibt es deshalb keine. Unterkunft, Klima und Rückzug sollten trotzdem zu den Bedürfnissen der Art passen. Ob kantonale Vorschriften gelten, etwa für Gifttiere, beantwortet das kantonale Veterinäramt.

Was das Gehege bieten muss

Ausbruchsicherer Verschluss, für die Art passende Feuchtigkeit, Rückzug und Wasser. Spinnen werden einzeln gehalten; die meisten Arten fressen Artgenossen.

Unterlagen

CITES-Papiere und Kaufbeleg mit wissenschaftlichem Namen aufbewahren. Bei Anhang II sind sie für Einfuhr und Weitergabe nötig. Für Gifttiere können kantonale Vorschriften gelten; vor dem Kauf beim kantonalen Veterinäramt abklären.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Rotknie-Vogelspinne in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.