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ArtenGrüne Hundskopfboa

Grüne Hundskopfboa

Corallus caninus

Ein Tier für erfahrene Halter: hoch spezialisiert, stressempfindlich und auf präzises Klima mit guter Luftbewegung angewiesen.

Gruppe
Schlange
Einordnung
Experte
Herkunft
Nordöstliches Südamerika
Grüne Hundskopfboa (Corallus caninus)
Foto: Edeag3, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Nordöstliches Südamerika
Länder
Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Venezuela und Nordbrasilien
Lebensraum
Tieflandregenwald, vorwiegend in der Kronenregion

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Hohes, gut belüftetes Terrarium mit horizontalen Sitzästen.
Temperatur
Wärmebereich 28–30 °C, kühler 23–25 °C.
Luftfeuchtigkeit
Etwa 70–85 % mit Abtrocknung und guter Lüftung.
Licht
Helles Licht, schwaches UVB.
Bodengrund
Feuchtigkeitspuffernder, sauberer Boden.
Einrichtung
Mehrere Aststärken, dichte Pflanzen, Sichtschutz.
Wasser
Frisches Wasser und kontrollierte Sprühzyklen.
Fütterung
Aufgetaute Nager in moderaten Abständen.
Verhalten
Nachtaktiv und empfindlich gegen Stress.
Umgang
Nur bei Notwendigkeit.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung.
Gesundheit
Atmung, Dehydrierung, Wirbelsäule und Maul.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe und keine Abkühlung: Die Grüne Hundskopfboa lebt im Tieflandregenwald des Guayana-Schilds bei gleichmässig 24–28 °C. Kühle Phasen führen bei dieser Art rasch zu Atemwegserkrankungen. Der Jahresrhythmus läuft über die Luftfeuchtigkeit, nicht über die Temperatur.
Sicherheit
Empfindlich auf schlechte Lüftung; kräftiger Biss.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 43b (Chondropython und Hundskopfboas): Grundfläche 1 × 0,5 Körperlängen, Höhe 0,75 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 0,5 × 0,2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Gesamtlänge von der Schnauze bis zur Schwanzspitze. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

GesamtlängeMindestens
140 cm140 × 70 × 105 cm
160 cm160 × 80 × 120 cm
180 cm180 × 90 × 135 cm
200 cm200 × 100 × 150 cm

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Grüne Hundskopfboa in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.