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ArtenMexikanische Königsnatter

Mexikanische Königsnatter

Lampropeltis mexicana

Eine versteckt lebende Königsnatter aus dem mexikanischen Hochland. Sie braucht Struktur und kühlere Nächte als ihre bekannteren Verwandten.

Gruppe
Schlange
Einordnung
Fortgeschritten
Herkunft
Nordmexiko
Mexikanische Königsnatter (Lampropeltis mexicana)
Foto: Chmee2, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Nordmexiko
Länder
Hochland von Coahuila, Nuevo León, San Luis Potosí und Tamaulipas
Lebensraum
Felsige Trockengebirge, Halbwüsten und Buschland in mittleren Höhenlagen

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Strukturiertes, ausbruchsicheres Terrarium. Die Tierschutzverordnung nennt für Königsnattern kein Mindestmass. Richtschnur ist das deutsche Fachgutachten zur Reptilienhaltung von 1997: mindestens 1 × 0,5 × 0,5 Körperlängen, bei 100 cm Gesamtlänge also 100 × 50 × 50 cm.
Temperatur
Wärmeplatz 28–31 °C, kühle Zone 20–24 °C.
Luftfeuchtigkeit
Etwa 40–60 %, lokal feuchte Box.
Licht
Heller Tag-Nacht-Rhythmus, UVB sinnvoll.
Bodengrund
Grabfähige, eher trockene Erde-/Rindenmischung.
Einrichtung
Felsartige sichere Strukturen, Kork, Verstecke.
Wasser
Frisches Wasser in stabiler Schale.
Fütterung
Aufgetaute Nager in passender Grösse.
Verhalten
Eher bodenbewohnend, versteckorientiert.
Umgang
Ruhig, kurz und ohne Futtergeruch an Händen.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung.
Gesundheit
Häutung, Atmung und Körpergewicht kontrollieren.
Jahresverlauf
Zwei bis drei Monate Winterruhe bei 12–15 °C. Die Art lebt in den Hochlagen Nordmexikos, wo die Winter kühl sind; eine kühlere Jahreszeit entspricht ihrem Rhythmus. Vor dem Abkühlen zwei bis drei Wochen nicht füttern.
Sicherheit
Kann andere Reptilien fressen.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Gattung steht in der Verordnung des BLV über die Haltung von Wildtieren (SR 455.110.3) auf der Liste der ungefährlichen Giftschlangen und ist damit von der Bewilligungspflicht nach Art. 89 Buchstabe h TSchV ausgenommen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung führt diese Art nicht auf. Bei den Schlangen etwa nennt die Tabelle nur Riesenschlangen (Pythons und Boas), Giftnattern, Vipern und Grubenottern sowie einzelne giftige oder gefährliche Nattern; für die übrigen steht dort keine Zahl.

Dann gilt die allgemeine Regel in Anhang 2 (Buchstabe K): Das Gehege muss so gross sein, dass alles, was die Art braucht (Verstecke, Wärmeplatz, Kletteräste), sinnvoll angeordnet werden kann. Als Massstab nennt die Verordnung Fachgutachten auf wissenschaftlicher Grundlage. Eine verbindliche Zahl gibt es deshalb nicht. Die Richtwerte im Rechner stammen aus dem Fachgutachten von 1997. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Mexikanische Königsnatter in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.