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ArtenRotaugenlaubfrosch

Rotaugenlaubfrosch

Agalychnis callidryas

Das Postkartenmotiv der Terraristik: grün mit blauen Flanken, orangen Füssen und leuchtend roten Augen. Tagsüber sitzt er zusammengefaltet unter einem Blatt und ist praktisch unsichtbar.

Gruppe
Amphibie
Einordnung
Fortgeschritten
Herkunft
Mittelamerika
Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas)
Foto: Christian R. Linder, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Mittelamerika
Länder
Südmexiko bis Panama und Kolumbien
Lebensraum
Regenwald, an Blättern über Gewässern

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Für zwei Tiere nach TSchV mindestens 10 × 5 Körperlängen Grundfläche und 10 Körperlängen Höhe, bei Weibchen von 7 cm also 70 × 35 × 70 cm, bei grossen Weibchen bis 7,7 cm 77 × 39 × 77 cm; jedes weitere Tier 2 × 2 Körperlängen dazu. Die Verordnung gibt neben der Fläche auch das Verhältnis von Länge zu Breite vor. Höhe vor Fläche.
Temperatur
24–28 °C tagsüber, nachts 20–22 °C. Die Nachtabsenkung ist wichtig.
Luftfeuchtigkeit
80–100 %, abends sprühen oder Beregnung.
Licht
Schwaches UV-B förderlich, gute Pflanzenbeleuchtung.
Bodengrund
Drainage mit Erde und Laub.
Einrichtung
Grossblättrige Pflanzen als Schlafplatz, Äste, Wasserteil darunter.
Wasser
Flacher Wasserteil, wöchentlich frisch, enthärtet.
Fütterung
Alle zwei bis drei Tage Insekten, abends angeboten.
Verhalten
Nachtaktiv. Tagsüber angelegt und farblich getarnt; die roten Augen dienen dem Schreckeffekt beim Aufblitzen.
Umgang
Nicht anfassen. Wenn nötig, mit angefeuchteten Händen.
Vergesellschaftung
Gruppen gleich grosser Tiere.
Gesundheit
Empfindlich gegen trockene Luft und schlechtes Wasser.
Jahresverlauf
Trockenzeit von sechs bis acht Wochen, danach starke Beregnung regt die Fortpflanzung an.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Artenschutz beachten

CITES Anhang II: Einfuhr und Weitergabe nur mit Papieren. Beim Kauf Herkunfts- und Nachzuchtnachweis verlangen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 6 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 2 (Nicht bodenbewohnende Frösche aus tropischen und subtropischen Klimazonen): Grundfläche 10 × 5 Körperlängen, Höhe 10 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 2 × 2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Gesamtlänge des Tieres, von der Schnauze bis zum Körperende. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

GesamtlängeMindestens
4 cm40 × 20 × 40 cm
5 cm50 × 25 × 50 cm
6 cm60 × 30 × 60 cm
7 cm70 × 35 × 70 cm

Bei den Amphibien ist die Höhe ein Durchschnitt: Das Gehege darf an einzelnen Stellen höher oder niedriger sein.

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre (Anmerkung a zu Tabelle 6).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» rechnen diese Untergrenze für ausgewachsene Tiere vor; sie nennen das Minimum, nicht das Ideal.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Hohe Luftfeuchtigkeit ohne Staunässe, enthärtetes Wasser, Kletterpflanzen. Amphibienhaut nimmt Stoffe direkt auf: kein Kontakt mit Reinigungsmitteln.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Rotaugenlaubfrosch in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.