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ArtenRotkehlanolis

Rotkehlanolis

Anolis carolinensis

Eine der wenigen kleinen Echsen, die sich in einem bepflanzten Terrarium wirklich wohl zeigen. Sie wird nicht zahm. Wer eine Echse zum Anfassen sucht, ist hier falsch.

Gruppe
Echse
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Nordamerika
Rotkehlanolis (Anolis carolinensis) an einem Baumstamm
Foto: Kong of Lasers, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Nordamerika
Länder
Südosten der USA, von Texas bis North Carolina
Lebensraum
Feuchtwarme Wälder, Gebüsch und Gärten

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Höhe vor Fläche, dicht bepflanzt.
Temperatur
Sonnenplatz 32 °C, Umgebung 24–28 °C, nachts 18–20 °C.
Luftfeuchtigkeit
60–70 %, morgens und abends sprühen.
Licht
UV-B nötig, zwölf Stunden Licht.
Bodengrund
Waldboden aus Erde und Laub, hält die Feuchtigkeit.
Einrichtung
Dicht bepflanzt, viele dünne Äste und breite Blätter zum Sonnen.
Wasser
Getrunken wird von Blättern; zusätzlich eine kleine Schale.
Fütterung
Kleine Insekten alle zwei Tage, mit Kalk und Vitaminen bestäubt.
Verhalten
Tagaktiv und sehr beweglich. Männchen zeigen die rote Kehlfahne bei Revierstreit und Balz.
Umgang
Nicht anfassen. Der Schwanz bricht bei Griff leicht ab und wächst nur unvollständig nach.
Vergesellschaftung
Ein Männchen mit ein bis zwei Weibchen. Zwei Männchen bekämpfen sich dauerhaft.
Gesundheit
Austrocknung bei zu geringer Feuchtigkeit ist die häufigste Ursache für Verluste.
Jahresverlauf
Leichte Winterruhe bei 18–20 °C und verkürzter Beleuchtung.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 17a (Anolis): Grundfläche 6 × 6 Körperlängen, Höhe 8 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 2 × 2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Kopf-Rumpf-Länge, also ohne Schwanz. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

Kopf-Rumpf-LängeMindestens
5 cm30 × 30 × 40 cm
6 cm36 × 36 × 48 cm
7 cm42 × 42 × 56 cm
8 cm48 × 48 × 64 cm

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Rotkehlanolis in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.